Trauerbewältigung als Krise

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Das Ableben einer geliebten Person oder deren Verlust kann auch eine Krise nach sich ziehen. Trauer ist ein geeignete Mittel zur Bewältigung. Doch leider kommt dieses Mittel dann nicht zum Einsatz, weil die Bereitschaft zur Akzeptanz der veränderten Situation nicht gewonnen wurde oder Angst vor Schmerz und Leiden den Menschen dazu anleiten lieber das Unangenehme zu verdrängen. Der Zugang zu diesem natürlichen Phänomen ist oft den Menschen genommen worden, die allzu sehr die Tatsache der zeitweiligen Existenz verdrängt und die Konfrontation mit dem Thema auf eine spätere Zeit verschoben haben. Sie werden meist vom Tod überrascht und finden in den gewohnten Mitteln zur Krisenbewältigung keine adäquate um Verlust, Trennung und Endgültigkeit zu bewältigen.

Durch Depression versucht die Psyche den Menschen vor den intensiven Gefühlen zu schützen, die aus dem Verlust und seinen Konsequenzen herrühren. Das gelingt auch eine gewisse Zeit, bis der Schutz in Bedrohung umschlägt und spätestens dann wird der Leidene sich Hilfe suchen müssen. Auch wenn äußerlich kaum Anzeichen vorzufinden ist, toben innerlich Stürme, die alles gefährden woran man glaubte und hing. Die nicht aufzuhaltende Veränderung durch den Tod wird den Betroffenen nicht dauerhaft verschonen, sondern mit der neuen Realität konfrontieren und ihn dazu zwingen sich zu ihr zu verhalten.

Durch Depression wird versucht Zeit zu gewinnen oder den Umstand als solchen in seiner Konsequenz solange als möglich nicht an sich ran zu lassen. Das sind alles hilflose Versuche das Schlimme in seiner Wirkung oder Konsequenz zu kontrollieren, mit dem Ergebnis das der Druck im Inneren zu nimmt bis er sich mitunter in einem Selbsttötungsversuch entlädt. Gefühle wie Angst, Wut und die aus  Verzweiflung, Ohnmacht oder Hilflosigkeit entstehen sind stark und ungestüm und können wenn sie auftreten einen völlig durcheinander bringen oder verrückt machen. Es ist also nicht verwunderlich das der Betroffene nach Wegen sucht, denen zu entgehen.

Ihn davon überzeugen zu wollen, das nur durch das Zulassen dieser Gefühle sich die Trauerbewältigung vollziehen kann und mit ihr Erleichterung spürbar wird, ist nicht einfach, wenn er die Erfahrung noch nicht gemacht hat und diesen Worten keinen Glauben schenkt. So wird es einige Zeit dauern, bis die Einsicht in demjenigen erwacht und dadurch die Bereitschaft zur Trauerbewältigung entsteht und diesen Zeitraum wird man mit Dingen verbringen, die das Vertrauen in die eigene Kraft und Fähigkeit und den Mut sich dem Prozess hinzugeben stärken.